Heizungstausch: Im Sommer planen, Winterstress vermeiden

Verbraucherzentrale rät, welche Maßnahmen man jetzt vorbereiten kann

Pressemitteilung vom 02. Juli 2026

Die Heizung fällt selten im passenden Moment aus. Wird sie im Winter defekt, entsteht schnell ein Notfall. Deshalb lohnt sich gerade jetzt der Blick in den Heizungskeller: Wer früh plant, kann Zustand, Austausch, Förderung und Angebote in Ruhe prüfen.

„Der Sommer ist eine gute Zeit, um sich mit der eigenen Heizung zu beschäftigen. Die Anlage wird kaum gebraucht, Fachbetriebe sind häufig besser verfügbar als im Herbst oder Winter und wichtige Entscheidungen können in Ruhe vorbereitet werden“, sagt Ramona Ballod, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Thüringen.

Besonders bei älteren Heizungen lohnt es sich, frühzeitig die nächsten Schritte zu planen: Wie alt ist die Anlage? Gab es in den vergangenen Wintern häufig Störungen? Sind Ersatzteile noch verfügbar? Wie hoch war der Energieverbrauch? Und welche Alternativen kommen für das eigene Haus infrage?

„Ein Heizungstausch sollte gut vorbereitet werden, denn nicht jede Lösung passt zu jedem Gebäude. Wichtig sind unter anderem der energetische Zustand des Hauses, die vorhandenen Heizkörper, der Wärmebedarf und die langfristigen Kosten“, so Ramona Ballod.

Kleine Maßnahme, große Wirkung

Auch kleinere Maßnahmen können sich schon vor dem Winter bezahlt machen. Dazu gehört zum Beispiel der Austausch einer alten Heizungspumpe. Ältere Pumpen mit einer Leistung von 80 bis 100 Watt oder mehr können rund zehn Prozent des durchschnittlichen Stromverbrauchs im Haushalt verursachen. 

Moderne Hocheffizienzpumpen passen ihre Leistung an den tatsächlichen Bedarf an und verbrauchen deutlich weniger Strom. Unter bestimmten Voraussetzungen wird der Austausch vom BAFA gefördert.

Wärme dort halten, wo sie gebraucht wird

Ebenfalls sinnvoll ist es, Heizungs- und Warmwasserrohre zu dämmen. Das lässt sich oft auch ohne Fachbetrieb erledigen. Dämmschalen, Kleber und Isolierband gibt es im Baumarkt. Wer etwas handwerkliches Geschick mitbringt, kann Wärmeverluste so mit vergleichsweise geringem Aufwand reduzieren.

Das ganze Haus im Blick behalten

Neben der Heizung lohnt sich im Sommer auch ein Blick auf die Gebäudehülle. Undichte Fenster oder schlecht gedämmte Bauteile treiben den Energieverbrauch in die Höhe. Nicht immer müssen Fenster komplett ausgetauscht werden. Manchmal reicht es, Dichtungen zu erneuern, die Einstellung zu korrigieren oder die Verglasung auszutauschen. Voraussetzung ist, dass Rahmen und Beschläge noch intakt sind.

Energieberatung auf Tour

Wer Fragen zum Heizungstausch, zur kommunalen Wärmeplanung oder zur energetischen Sanierung hat, kann sich in der kommenden Woche auch am Infomobil der Verbraucherzentrale Thüringen informieren:

  • Montag, 6. Juli, Erfurt: von 9 bis 17 Uhr auf dem Angerdreieck, 
  • Dienstag, 7. Juli, Meiningen: von 9 bis 16 Uhr auf dem Marktplatz, 
  • Mittwoch, 8. Juli, Rudolstadt: von 9 bis 16 Uhr auf dem Marktplatz.

Darüber hinaus können Ratsuchende wie gewohnt die Energieberatung in den Beratungsstellen vor Ort nutzen. Ein persönliches Beratungsgespräch kann unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 809 802 400 vereinbart werden.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Dank einer Kooperation mit dem Thüringer Umweltministerium und der Landesenergieagentur ThEGA sind in Thüringen auch die Vor-Ort-Termine bei den Ratsuchenden zu Hause kostenfrei.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.