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Aufgrund der aktuellen Entwicklung zur Corona-Virus-Ausbreitung haben wir uns entschlossen, unsere Veranstaltungen bis auf Weiteres ausnahmslos ausfallen zu lassen.  

Metallverpackungen

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Unter dem Einfluss von Säure oder Salz sind Metallbestandteile und Beschichtungen löslich und können in  Lebensmittel übergehen.
  • Lebensmittel in Konservendosen haben die längste Haltbarkeit aller verpackten Lebensmittel.
Dosen aus Aluminium
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Metall, vornehmlich Weißblech und Aluminium, wird in erster Linie für Getränke- und Konservendosen sowie für Glasdeckel verwendet. Der größte Anteil des in Deutschland produzierten Weißblechs wird zur Herstellung von Verpackungen genutzt.

Aluminium wiederum findet nicht nur als Dose, sondern auch in Form von Folien, Tuben, Menü- oder Grillschalen Verwendung. Unter dem Einfluss von Säure oder Salz können allerdings Aluminiumbestandteile in die Lebensmittel übergehen. Daher werden Verpackungen wie Getränkedosen, Joghurtbecherdeckel oder auch Aluminiumtanks für Fruchtsäfte auf der Innenseite beschichtet.

Vorteile:

Die Metalle zeichnen sich durch gute Barriere-Eigenschaften aus gegenüber Gasen, Licht und Gerüchen sowie durch eine hohe Festigkeit. Lebensmittel in Konservendosen haben die längste Haltbarkeit aller verpackten Lebensmittel. Denn der Inhalt kann nach dem Verschließen der Dose durch Hitze pasteurisiert oder auch sterilisiert werden. Zusätzlich haben Metallverpackungen die höchste Recyclingrate unter allen Verpackungen.

Nachteile:

Bei langjähriger Lagerdauer von Lebensmitteln müssen Dosen vor Korrosion geschützt werden. Damit soll verhindert werden, dass sich Metalle lösen und auf den Füllinhalt übergehen können. Verfärbungen und geschmackliche Beeinträchtigungen wären die Folge. Korrosion kann außerdem zu Leckagen und sogar Bombagen führen.

Deshalb versiegelt man die innere Oberfläche der Dose heute ganz oder teilweise mit einer dünnen Folie aus Epoxid-Kunststoff. Diese enthält jedoch meist Bisphenol-A (BPA), das vor allem während des Sterilisationsprozesses in das Lebensmittel übergehen kann. Es kann schädlich für das Hormonsystem von Menschen sein und die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen.

Ein hoher Fett- oder Säuregehalt im Lebensmittel intensiviert die BPA-Migration häufig noch. Mit der EU Verordnung 2018/213 gilt für Lacke und Beschichtungen mit Lebensmittelkontakt ein spezifischer Migrationswert (Specific migration limit = SML) von 0,05mg BPA pro kg Lebensmittel.

Für Materialien, die mit Säuglingsnahrung in Kontakt kommen, ist der Übergang von BPA nicht gestattet bzw. es gilt die Nachweisgrenze (Nachweisgrenze = 0,01mg/kg). BPA-freie Beschichtungssysteme stehen bisher nur begrenzt zur Verfügung und bedürfen zum Teil noch der gesundheitlichen Bewertung.

Anfang Januar 2015 hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit einen  neuen Grenzwert für die Aufnahme an Bisphenol A bekannt gegeben. Die als sicher geltende tägliche Aufnahmemenge wurde von 50 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht auf vier Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht herabgesetzt.