Der Ölpreis sinkt: Geld sparen in Krisenzeiten

Pressemitteilung vom
Die Corona-Epidemie und der internationale Konflikt über Ölfördermengen sorgen derzeit für niedrige Ölpreise. Dauerhaft niedrigere Energiekosten bringt jedoch ein Wechsel des Heizsystems, sagt die Verbraucherzentrale.
Ein Lieferwagen für Heizöl steht vor einem Haus.
Off

Die Corona-Epidemie und der internationale Konflikt über Ölfördermengen sorgen derzeit für niedrige Ölpreise. Für Besitzer von Ölheizungen ist das eine Chance, günstig Heizöl zu bestellen. Dauerhaft niedrigere Energiekosten bringt jedoch ein Wechsel des Heizsystems, sagt die Verbraucherzentrale Thüringen.

Die Rohölpreise sind seit dem Preisrutsch im März weiter gefallen. Dementsprechend steigt die Nachfrage nach Heizöl. Das Überangebot am Ölmarkt könnte auch weiter für niedrige Preise sorgen, allerdings kann niemand die künftige Entwicklung des Ölpreises vorhersagen. Die fehlende Planungssicherheit beim Heizölpreis sei ein Argument gegen Ölheizungen, sagt Ramona Ballod, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Thüringen.

„Kein anderer Energieträger schwankt so stark im Preis wie Heizöl. Im Moment profitieren Ölheizungsbesitzer davon. Aber die Lage kann sich auch wieder ändern“, so Ballod.  Ein künftiger Preistreiber sei die CO2-Abgabe, die ab 2021 Öl und Gas schrittweise verteuern wird. „Die Ölheizung ist ein Auslaufmodell. Wer langfristig sparen möchte, sollte auf andere Heizsysteme setzen. Die Gelegenheit ist günstig, denn aktuell machen Fördermittel den Umstieg leichter“, so die Energieexpertin.

Beim Wechsel auf eine Gasheizung mit unterstützender Solarwärme-Anlage kann der staatliche Zuschuss bis zu 40 Prozent betragen. Bei diesem Modell entfällt die CO2-Abgabe zwar nicht ganz, fällt aber deutlich geringer aus. Wer ganz auf erneuerbare Energien umsteigen möchte, kann eine Wärmepumpe oder eine Holzpellet-Heizung wählen.

Individuelle Beratung zum Heizungstausch und zu Fördermitteln geben die Energieberater der Verbraucherzentrale Thüringen. Nähere Informationen finden Sie auf verbraucherzentrale-energieberatung.de oder kostenfrei unter Telefon 0800 – 809 802 400.

Die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale ist ein Projekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Dank einer Kooperation mit dem Thüringer Umweltministerium und der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA) sind die Beratungen in Thüringen kostenfrei.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

Logo des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz

Ratgeber-Tipps

Strom und Wärme selbst erzeugen
Wer sich von Energieversorgern unabhängig macht, kann steigenden Energiepreisen gelassen entgegensehen und die eigene…
Ratgeber Photovoltaik
Wer ein Stück weit unabhängig von den Preiskapriolen der Energieversorger werden will, kümmert sich um die Anschaffung…

Urteil gegen Amazon: Gekauft ist gekauft

Amazon darf Kunden nach einer Kontosperrung nicht den Zugriff auf erworbene E-Books, Filme, Hörbücher und Musik verwehren. Wir helfen Betroffenen mit einem Musterbrief.
Zwei Hände auf der Tastatur eines aufgeklappten Laptops, auf dem Display eine Phishing-Mail mit AOK-Bezug

Neue Gesundheitskarte: Betrugsversuche mit Phishing-Mails

Im Phishing-Radar der Verbraucherzentrale NRW sind betrügerische E-Mails aufgetaucht, die angeblich von der AOK kommen. Man soll eine neue Gesundheitskarte beantragen, weil mit der alten keine Kosten mehr übernommen würden. Die Behauptung ist gelogen!
Fernbedienung wird auf Fernseher gerichtet

Nach Abmahnungen: Rundfunkbeitrag-Service kündigt Rückzahlungen an

Nachdem die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt und der Verbraucherzentrale Bundesverband die Betreiber der Webseite www.service-rundfunkbeitrag.de abgemahnt haben, kündigt das Unternehmen an, in vielen Fällen die Widerrufe der Verbraucher:innen zu akzeptieren und Rückzahlungen vorzunehmen.