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Fleischlos ins Jahr - nicht nur im "Veganuary"

Pressemitteilung vom
Die Verbraucherzentrale Thüringen gibt Tipps wie die Ernährungsumstellung hin zu mehr pflanzlichen Lebensmitteln gelingen kann.
Unterschiedlichste proteinhaltige Optionen für eine vegane Ernährung sind abgebildet. Beispiele sind Nüsse, Tofu, Bohnen oder Quinoa.

Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst, weniger Fleisch, Milch und Co. zu essen. Das hat auch die Lebensmittelwirtschaft erkannt. Am sogenannten „Veganuary“ – englisch für „vegan“ und „Januar“ – beteiligen sich dieses Jahr über 200 deutsche Unternehmen. Dabei bieten sie den ganzen Monat über vermehrt rein pflanzliche Produkte, Rezepte und Aktionen an. Die Kampagne soll Menschen motivieren und unterstützen, eine pflanzliche Ernährung auszuprobieren. Doch auch den Anteil tierischer Produkte zu reduzieren, kann schon viel bewirken.

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Warum weniger Fleisch essen?

Tierische Lebensmittel zu reduzieren, lohnt sich auch über den Januar hinaus. „Wer bewusst zu mehr pflanzlichen Lebensmitteln greift, nimmt in der Regel weniger gesundheitsschädliche gesättigte Fette und Cholesterin auf. Dafür profitiert der Körper von mehr gesundheitsförderlichen Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen“, sagt Tina Hanke, Fachberaterin für Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Thüringen.

Neben der eigenen Gesundheit hat auch die Umwelt etwas davon, weil CO2 gespart wird. In der deutschen Landwirtschaft ist allein die Tierhaltung für über 60 Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.

Lecker und vielfältig auch ohne Ersatzprodukte

Kritiker denken bei weniger tierischen Lebensmittel häufig an teure und stark verarbeitete Ersatzprodukte. Wer bisher oft Fleisch gegessen hat, findet in den pflanzlichen Ersatzprodukten eine gute „Einstiegshilfe“. Im Mittelpunkt einer ausgewogenen pflanzenbetonten Ernährung stehen jedoch Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Nüsse. Schmackhaft zubereitet, gut gewürzt und vielfältig kombiniert, wird daraus ein leckeres orientalisches Curry oder ein deftiger Eintopf. Dann ist eine pflanzenbetonte Ernährung auch nicht zwangsläufig teurer. Wer statt auf stark verarbeitete Ersatzprodukte auf natürliche Lebensmittel setzt und heimische und saisonale Produkte bevorzugt, kann sogar Geld sparen.

So bleiben Sie auf der Pflanzen-Schiene

Auch kleine Schritte bringen oft große Wirkung. Fällt Ihnen beispielsweise der Verzicht auf Käse schwer? Dann gönnen Sie sich ab und zu eine Scheibe auf dem Brot. An anderen Tagen sorgen beispielsweise selbstgemachte Brotaufstriche aus Kichererbsen oder getrockneten Tomaten und Räuchertofu auf Senf für Abwechslung.

Streichen Sie nicht alle tierischen Produkte ersatzlos, denn das könnte schnell unbefriedigend werden. Weniger tierische Lebensmittel auf dem Speiseplan bedeuten nicht nur Verzicht, sondern auch Neues auszuprobieren. Das bedarf anfangs ein wenig Umdenken, geht aber mit der Zeit meist in Gewohnheit über. Finden Sie Menschen, die Ihr Vorhaben unterstützen oder gar teilen, und tauschen Sie sich aus. Das bringt Motivation und neue Ideen. Bleiben Sie neugierig, testen Sie neue Lebensmittel und Rezepte und finden Sie Ihren Weg nach der Devise „weniger tierisch, immer mehr pflanzlich“.

Für Ihre Fragen rund um die pflanzliche Lebensmittelauswahl stehen Ihnen die Fachberaterinnen der Verbraucherzentrale gern unter (0361) 555 14 27 oder über lebensmittel@vzth.de zur Verfügung.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.