Ab 1. Juli: Neue Bedingungen für BAFA-Beratung

Pressemitteilung vom
Ein maßgeschneidertes Sanierungskonzept hilft, den optimalen Weg zum energieeffizienten Gebäude zu finden. Der Staat fördert eine solche umfassende Energieberatung mit 80 Prozent. Seit dem 1. Juli gibt es ein neues Förderverfahren.
Drei Menschen schauen auf einen Bauplan.
Off

Für Energieberatungen, die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert werden, galt bislang: Die Energieberater:innen stellen den Antrag direkt beim BAFA und erhalten von dort den Zuschuss für ihr Honorar. Die Eigentümer:innen des Hauses bekommen lediglich eine Rechnung über ihren verbleibenden Eigenanteil.

Ab dem 1. Juli müssen die Hauseigentümer:innen nun selbst den Förderantrag beim BAFA stellen. Sie erhalten den Zuwendungsbescheid und bekommen auch die Förderung ausgezahlt. Das bedeutet aber auch, dass die Beratungsempfänger zunächst das fällige Honorar in voller Höhe selbst zahlen müssen.

„Wer das nicht möchte, kann sich von seinem Energieberater aber auch mit einer Vollmacht im Förderverfahren vertreten lassen. Außerdem besteht die Möglichkeit, das BAFA zu beauftragen, den Zuschuss direkt an den Berater auszuzahlen“, erklärt Ramona Ballod, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Thüringen.

Förderhöhe bleibt gleich

An der Höhe der Förderung ändert sich nichts. Der Zuschuss des BAFA beträgt weiterhin 80 Prozent der förderfähigen Beratungskosten bis zu einer Höhe von 1.300 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser.

Allerdings fördert das BAFA ab dem 1. Juli Energieberatungen für Wohngebäude nur noch, wenn das Ergebnis in Form eines standardisierten individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) festgehalten wird. Die bezuschussten Beratungen müssen von Expert:innen durchgeführt werden, die für den iSFP zugelassen sind. Diese sind im Internet unter www.energie-effizienz-experten.de zu finden.

Verbraucherzentrale berät zu Förderprogrammen

Neben dem Zuschuss für einen individuellen Sanierungsfahrplan können Hauseigentümer:innen weitere Fördermöglichkeiten für Heizungstausch und Sanierung nutzen. Die Verbraucherzentrale hilft bei der Suche nach dem passenden Förderprogramm für das Eigenheim. Ein Termin für eine persönliche Beratung kann unter der Telefonnummer 0800 - 809 802 400 vereinbart werden.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Dank einer Kooperation mit dem Thüringer Umweltministerium und der Landesenergieagentur ThEGA sind in Thüringen auch die Vor-Ort-Termine bei den Ratsuchenden zu Hause kostenfrei.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
Plastikmüll im Meer

Einwegplastik-Verbot in der EU: Das sind die Alternativen

Eine neue Verordnung hat im Juli 2021 mit einer Reihe von Einwegkunststoff-Produkten Schluss gemacht – darunter Wattestäbchen, Plastikteller oder auch Styropor-Becher. Wir zeigen, um was es dabei genau geht und bewerten die praktischen Alternativen.
Essenreste auf einem Teller

Marktcheck: kleine Portionen in der Gastronomie noch nicht Standard

Wenn Restaurantgäste zwischen verschiedenen Portionsgrößen wählen oder übriggebliebenes Essen mitnehmen könnten, würden weniger Lebensmittel als bisher im Müll landen. Doch nur wenige Restaurants nutzen bisher ihre Möglichkeiten, wie der Marktcheck der Verbraucherzentralen zeigt.
Eine Frau sucht auf einer Streamingplattform nach einem Film.

Neue Gebühren bei Prime Video: vzbv plant Klage gegen Amazon

Änderungen bei Amazon Prime Video: Was Sie zu den neuen Werberichtlinien von Amazon Prime wissen sollten – und wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) für Ihre Rechte kämpft.