So lagern Sie Obst und Gemüse optimal

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Obst und Gemüse sollten Sie so schnell wie möglich verzehren. Es sei denn, Sie frieren es ein. Lesen Sie hier, was Sie bei der Aufbewahrung von Obst und Gemüse beachten müssen und wie Sie erkennen, ob Sie es noch essen können.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Solange Obst und Gemüse nicht angeschnitten sind, sind sie besser lagerfähig.
  • Manche Produkte lagern Sie besser getrennt voneinander.
  • Bei Schimmel sollten Sie Obst und Gemüse nicht mehr verzehren.
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Sinnes-Check: Verlassen Sie sich auf Auge und Nase

Nicht immer muss das ganze Obst oder Gemüse entsorgt werden. Faulige Stellen, Schimmel, sehr viele weiche Stellen oder auch lange Kartoffeltriebe müssen entsorgt werden. Braune Stellen bei beispielsweise Äpfeln können großzügig ausgeschnittenen werden. Vorgeschnittenen Salate oder Obst können leicht verderben, daher auf das Verbrauchsdatum und ausreichende Kühlung achten.

Wenn die Produkte faulig oder vergorener riechen, unbedingt entsorgen. Das ist auch der Fall, wenn sich Geschmack verändert hat, es nach Schimmel oder faulig schmeckt.

Zudem sollten Sie die Produkte nicht mehr verzehren, wenn Produkte wie Tomate, Gurke, Paprika schimmeln, größere grüne Stellen an Kartoffeln oder die Kartoffeltriebe über 1 bis 2 Zentimeter sind. Oder wenn sich bei vorgeschnittenen Salaten die Tüte aufbläht.

Was muss ich bei der Lagerung von Gemüse beachten?

Die Haltbarkeit von Obst und Gemüse ist sehr unterschiedlich. Frischer Mangold etwa ist nur einzelne Tage haltbar, ein ganzer Kohlkopf einige Wochen.

Je mehr Wasser enthalten ist, desto schneller verdirbt Obst und Gemüse oder wird schrumpelig und welk. Ganzes Obst und Gemüse ist deutlich besser haltbar als angeschnittenes. Grünzeug an Radieschen, Möhren oder Rübchen entziehen dem Gemüse Wasser und lassen es schneller altern. Schneiden Sie es daher vor dem Lagern ab. Manchmal hilft ein Wasserbad als Auffrischungskur.

Diese Produkte lagern Sie besser im Kühlschrank:

Artischocken, Blattsalate, Blumenkohl, Brokkoli, Erbsen, Kohlgemüse, Kohlrabi, Kräuter (außer Basilikum), Lauch, Möhren, Pilze, Radieschen, Rote Bete, Sellerie, Spargel, Spinat, Zuckermais

Für diese Produkte genügt eine kühle Zimmertemperatur:

Auberginen, Basilikum, Gurken, Kartoffeln, Knoblauch, Kürbisse, Okraschoten, Paprika, Tomaten, Zucchini

Was sind optimale Temperaturen, um Obst zu lagern?

Bei 1 bis 3 Grad Celcius:

Aprikosen, Birnen, Heidelbeeren, Himbeeren, Kirschen, Kiwis, Nektarinen, Pfirsiche, Pflaumen, Stachelbeere, Zwetschgen

Bei 3 bis 7 Grad Celcsius:

Äpfel, Apfelsinen, Avocados, Clementinen, Erdbeeren, Mandarinen

Bei 7 bis 12 Grad Celcsius:

Ananas, Grapefruits, Mangos, Melone, Papayas, Zitrone

Bei 12 bis 15 Grad Celsius:

Bananen

Was muss ich bei nachreifendem und nicht-nachreifendem Obst beachten?

Beim Obst gibt es nachreifende und nicht nachreifende Sorten. Nachreifende Obstsorten produzieren das Pflanzenhormon Ethylen, welches für die Reifung verantwortlich ist. Dieses wird ebenso in die Umgebung abgegeben und hat Einfluss auf den Alterungsprozess anderer Früchte.

Lagern Sie daher nachreifende und nicht-nachreifende Früchte getrennt.

Zum nachreifenden Obst zählen: Äpfel, Aprikosen, Bananen, Birnen, Feigen, Clementinen, Guaven, Heidelbeeren, Kiwis, Mangos, Nektarinen, Papayas, Passionsfrüchte, Pfirsiche, Pflaumen, Wasser- und Honigmelonen.

Zum nicht nachreifenden Obst zählen: Ananas, Brombeeren, Erdbeeren, Granatäpfel, Grapefruits, Himbeeren, Kirschen, Limetten, Limonen, Litschis, Mandarinen, Orangen, Stachelbeeren, Trauben und Zitronen.

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