Verbraucherschutz in ländlichen Regionen für junge Menschen

Verbraucherschutz in ländlichen Regionen für junge Menschen
Das Projekt "Verbraucherschutz in ländlichen Regionen für junge Menschen" der Verbraucherzentralen Bayern, Nordrhein-Westfalen und Thüringen spricht ganz gezielt Jugendliche und junge Erwachsene an und sensibilisiert für aktuelle Verbraucherthemen. Im Mittelpunkt steht dabei die Kooperation mit Jugendverbänden und Vereinen. Auch das Ehrenamt in ländlichen Räumen wird durch das Projekt gestärkt.

Auch Jugendliche sind Verbraucher:innen, die täglich neuen und spannenden Produkten und Angeboten gegenüberstehen. Sie leben selbstverständlich digital, treffen Konsumentscheidungen und sind eine lukrative Zielgruppe für werbende Unternehmen. Den Überblick über seriöse und unseriöse Anbieter zu behalten und (Konsum-) Entscheidungen bewusst und nachhaltig zu treffen, ist dabei oftmals schwer. Dies hat fatale Folgen: Immer wieder erliegen junge Menschen der Illusion, sich alles leisten zu können und häufen erhebliche Schulden an. Digitale Geschäftsmodelle können mehr schaden als nutzen. Und mit Blick auf die natürliche und soziale Umwelt sind die Einflüsse des eigenen Handelns weitreichend. Informationsquellen sind in ländlichen Regionen weniger präsent, so kann es eine Herausforderung sein, unabhängige Auskünfte zu bekommen. Hier setzt das Projekt "Verbraucherschutz in ländlichen Regionen für junge Menschen" an. Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit Jugendverbänden.

Unsere Themen

Digitales

Messenger, Streamen, Online-Einkäufe und Social-Media sind im Alltag junger Menschen ständig präsent, Influencer:innen nehmen großen Einfluss auf Entscheidungen. Viele Kinder und Jugendliche nutzen diese Angebote täglich (Quelle: JIM-Studie 2022). Doch wie steht es um das Wissen, was mit den eigenen Daten geschieht oder wie die Geschäftsmodelle funktionieren? Und welche Tücken warten auf die Nutzer:innen? Dieses digitale Feld für die Zielgruppe aufzumachen, ihnen Tools an die Hand zu geben, kritisch auf die beliebten Plattformen zu schauen und eine Unterstützung bei Einkäufen und Vertragsabschlüssen im Internet anzubieten, darum geht es im Projekt. Zudem spielt  die Sensibilisierung beim Datenschutz im Netz eine große Rolle. Mobile-Payment,  Abzocken bei Online-Games und Warnungen vor Fakeshops und anderen Maschen sind ebenfalls wichtige Themen.

Finanzen

Das erste eigene Konto eröffnen, die neue Konsole in Raten zahlen oder die schicken Schuhe einfach später bezahlen? Welche Versicherungen sind vielleicht sinnvoll, welche Abzocke? Junge Menschen stehen beim Einstieg in ihr Berufsleben oder ins Studium vor vielen Hürden, die weitreichende Konsequenzen für ihren Geldbeutel haben. Mehr Überblick gewinnen und gelassen die richtigen Entscheidungen treffen, darum geht es hier. Hilfestellungen richtig mit Geld umzugehen und Schulden zu vermeiden inklusive.

Nachhaltigkeit

Welche Shops sind nachhaltig? Was genau sind die Kriterien dafür? Konsumentscheidungen bewusster zu treffen und sich im Dschungel der Labels und Versprechungen zurechtzufinden, dafür gibt es hier Entscheidungshilfen. Teilen statt Kaufen? Sharing Economy ist grundsätzlich sinnvoll, hier werden ein Überblick und Tipps gegeben. Aber auch Hilfe beim Umdenken hat hier Platz. Etwa, dass Reparieren oder Upcyceln kreative Wege sind, aus dem Konsumdruck auszuscheiden. So wird etwa das Recht auf Reparatur künftig gesetzlich verankert.

Wissenswerte Infos für interessierte Verbände gibt es hier oder direkt unter junge-verbraucher@vzbayern.de .

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages aus Mitteln des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung und regionale Wertschöpfung (BULE+).

Förderhinweis BMUV