Vorsicht bei unseriösen Schlüsseldiensten

Pressemitteilung vom
Der Wind schlägt die Tür zu oder man vergisst in der Eile den Schlüssel auf dem Tisch. Spätestens dann lohnt es sich, die Nummer eines lokalen Schlüsseldienstes parat zu haben. Auf Suchmaschinentreffer ist nämlich nicht immer Verlass, sagt die Verbraucherzentrale Thüringen.

Der Wind schlägt die Tür zu oder man vergisst in der Eile den Schlüssel auf dem Tisch. Spätestens dann lohnt es sich, die Nummer eines lokalen Schlüsseldienstes parat zu haben. Auf Suchmaschinentreffer ist nämlich nicht immer Verlass, sagt die Verbraucherzentrale Thüringen.

Off

Keine Preise am Telefon, überhöhte Einsatzpauschale, weite Anreise obwohl es vermeint-lich ein Schlüsselnotdienst aus dem gleichen Ort sein sollte. "Das sind alles Warnzeichen für unseriöse Angebote", sagt Dirk Weinsheimer, Jurist der Verbraucherzentrale Thüringen. Preise von 240 oder 300 Euro für eine einfache Türöffnung sind dann keine Seltenheit.

Innerhalb eines Jahres tauchten bei der Verbraucherzentrale Thüringen 16 Fälle zum Schlüsseldienst Sonnenfeld in Ostthüringen auf, der horrende Preise verlangte. Besonders interessant ist, dass die Verbraucherzentrale diesen Schlüsseldienst bereits erfolgreich abgemahnt hat. Nun dürften weitere Schritte folgen.

"Ortsübliche Preise in einer Stadt wie Erfurt sind tagsüber etwa 80 Euro, für eine einfache Türöffnung. Die dauert etwa eine Minute und Schlösser müssen dabei nicht getauscht werden", so der Jurist. Sonnenfeld verlangte teilweise mehr als 200 Euro für seine Dienstleistung.

Diese hohen Summen sollten Verbraucher keinesfalls zahlen und nichts ungeprüft unterschreiben. "Am besten wird vorher ein Festpreis vereinbart. Will sich der Schlüsseldienst nicht darauf einlassen, sollten sich Verbraucher einen anderen ortsansässigen Dienst su-chen", so Weinsheimer. Wenn der Handwerker Verbraucher mit der Zahlung unter Druck setzt und die Tür wieder verschließen will, dann ist das Nötigung und strafbar, ein Fall für die Polizei also.

Einen weiteren Tipp gibt der Verbraucherschützer: Suchtreffer, die in der Suchmaschine ganz oben erscheinen, sind meist Werbeanzeigen und als solche klein gekennzeichnet. Auch der Stadtname im Link muss nicht heißen, dass der Schlüsseldienst vor Ort ist. "Ein Blick ins Impressum der Seiten hilft, oder auch in die Gelben Seiten. Dabei sollten sich Konsumenten vergewissern, dass es ein ortsansässiger Schlüsseldienst ist", so Dirk Weinsheimer.

Aktuell läuft eine Umfrage zu Problemen mit Handwerkerleistungen bzw. Schlüsseldiensten. Hier können Verbraucher ihre Beschwerden loswerden und den Verbraucherzentralen dabei helfen, Missstände aufzudecken. Die Umfrage ist unter www.vzth.de/umfrage-handwerker erreichbar.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.
Essenreste auf einem Teller

Marktcheck: kleine Portionen in der Gastronomie noch nicht Standard

Wenn Restaurantgäste zwischen verschiedenen Portionsgrößen wählen oder übriggebliebenes Essen mitnehmen könnten, würden weniger Lebensmittel als bisher im Müll landen. Doch nur wenige Restaurants nutzen bisher ihre Möglichkeiten, wie der Marktcheck der Verbraucherzentralen zeigt.
Plastikmüll im Meer

Einwegplastik-Verbot in der EU: Das sind die Alternativen

Eine neue Verordnung hat im Juli 2021 mit einer Reihe von Einwegkunststoff-Produkten Schluss gemacht – darunter Wattestäbchen, Plastikteller oder auch Styropor-Becher. Wir zeigen, um was es dabei genau geht und bewerten die praktischen Alternativen.
Eine Frau sucht auf einer Streamingplattform nach einem Film.

Neue Gebühren bei Prime Video: vzbv plant Klage gegen Amazon

Änderungen bei Amazon Prime Video: Was Sie zu den neuen Werberichtlinien von Amazon Prime wissen sollten – und wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) für Ihre Rechte kämpft.