Hingucker in der Brotbüchse: So landet Schulproviant nicht im Müll

Pressemitteilung vom
Obst und gefüllte Frühstücksboxen
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Mit knurrendem Magen lernt es sich schlecht - das ist weithin bekannt. Unsicherheit herrscht allerdings bei vielen Eltern darüber, was in die Brotbüchse ihres Schulkindes gehört. Gesund soll es sein - und den Nachwuchs optisch und geschmacklich so ansprechen, dass er es nicht unangetastet wieder mit nach Hause bringt. Die Verbraucherzentrale Thüringen empfiehlt Eltern zum Schulbeginn, ihre Kinder bei der Planung des Pausenproviants wie auch des Essens daheim aktiv mit einzubeziehen.

„Das Mitspracherecht beim Pausenbrot hilft Kindern, einen bewussten Umgang mit ihrer Ernährung zu entwickeln und Lebensmittel wertzuschätzen“, weiß Marita Schmalz, Fachberaterin für Ernährung und Lebensmittel bei der Verbraucherzentrale Thüringen. „Kinder wollen frische Lebensmittel mit allen Sinnen entdecken. Dabei ist es wichtig, dass das Pausenfrühstück nicht nur abwechslungsreich ist, sondern auch lecker aussieht.“

Ein eigenhändig und liebevoll belegtes Brot landet seltener im Müll. Das wiederum schont nicht nur die Familienkasse, sondern auch Umwelt und Klima. Ein lachendes Gesicht aus kreativ dekorierten Radieschen, Tomaten und Paprikastreifen zaubert dem Nachwuchs in der Pause ein Lächeln ins Gesicht – und lässt ihm zugleich das Wasser im Munde zusammenlaufen.

„Kinder sind Entdecker. Sie lieben es, sich ohne Verbote einfach mal auszuprobieren. So können sie lernen, kleine Rezepte wie Kräuterquark, Gurkensalat oder Rührei allein herzustellen. Ein Familienalltag, der ihnen das ermöglicht, lässt sie Fähigkeiten wie das Planen, Organisieren und den bewussten Umgang mit Lebensmitteln erlernen“, sagt Marita Schmalz. Die Familienversorgung wird zum Ereignis, wenn beispielsweise jeden Tag ein anderes Lebensmittel in den Fokus genommen und gemeinsam etwa ein „Nudel-„ oder „Veggie-Tag“ veranstaltet wird. Das macht auch den Wocheneinkauf besser planbar.

Kleine Einkaufswege eigenständig erledigen lassen

Kinder sind stolz, wenn man ihnen kleine Aufgaben anvertraut. Mit Zettel und Stift bewappnet, können sie so die Vorräte im Kühl- und Vorratsschrank auflisten. Das ist wichtig, um einen Überblick zu erhalten, welche Lebensmittel noch vorhanden sind und was eingekauft werden muss. Nahrungsmittel, die schnell verbraucht werden müssen, sollten mit in den Wochenplan einfließen. So entsteht eine Liste für den gezielten Einkauf. Denn alles, was zu viel gekauft wurde und nicht verbraucht werden kann, droht auf dem Müll zu landen.

Kinder übernehmen gern kleine Einkaufswege mit dem Fahrrad, wenn es verkehrsmäßig verantwortbar ist. Sie sind stolz, wenn sie Milch oder Gemüse in eigens mitgebrachten Verpackungen im nahegelegenen Hofladen kaufen dürfen. Das spart Verpackungsmüll und unterstützt die regionalen Erzeuger. Der örtliche Bäcker wiederum freut sich über Kinder, die wissen, dass das Brot vom Vortag auch Tage später noch schmecken kann.

Haben Kinder einmal verstanden, Lebensmittel wertzuschätzen, können sie durchaus auch ihre Freunde oder Großeltern motivieren, es besser zu machen. So kann man sich beispielsweise im Restaurant Speisereste einpacken lassen, wenn nicht alles geschafft wurde. Nicht verzehrte Lebensmittel daheim lassen sich einfrieren oder auch im Kühlschrank für ein bis zwei Tage aufbewahren, um sie zu einem neuen Gericht weiterzuverarbeiten. Übrig gebliebene Pellkartoffeln lassen sich in leckere Bratkartoffeln verwandeln und aus gekochtem Gemüse und Nudeln vom Vortag entsteht eine vorzügliche Restepfanne.

Fragen zu vielen weiteren Themen aus dem Bereich Lebensmittel und Ernährung beantworten die Fachberaterinnen der Verbraucherzentrale jeden Dienstag von 9 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr unter Telefon (0361) 555 14-27 oder nach einer E-Mail an ernaehrung@vzth.de.

 

Viele nützliche Tipps finden Verbraucher auch online im Forum Lebensmittel und Ernährung.

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