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Bio-Kunststoffe – die bessere Alternative zu Plastik?

Pressemitteilung vom

Steigender Verpackungsmüll stellt ein großes Umweltproblem dar. Besonders im Lebensmittelbereich sollen Verpackungen aber auch vor Verunreinigung schützen und für längere Haltbarkeit sorgen. Können „Bio-Kunststoffe“ eine Lösung sein? Die Verbraucherzentrale Thüringen klärt auf, was dahinter steckt.

Eine Frau steht vor dem Supermarktregal, hält eine Verpackung in der Hand und schaut sie sich an.
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Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher wollen Plastikmüll vermeiden. Als Alternative greifen viele auf sogenannte „Bio-Kunststoffe“ zurück. Doch dieser Begriff kann vieles bedeuten. „Biobasierte Kunststoffe sind Stoffe, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Diese können biologisch abbaubar oder nicht abbaubar sein“, sagt Tina Hanke, Fachberaterin Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Thüringen. Dem gegenüber stehen Kunststoffe, die aus nicht nachwachsenden, fossilen Rohstoffen hergestellt werden. Auch diese können biologisch abbaubar oder nicht abbaubar sein. Konventionelle Kunststoffe fallen in die letzte Kategorie – aus nicht nachwachsenden Rohstoffen und nicht biologisch abbaubar – und sind daher keine Bio-Kunststoffe.

Bio-Kunststoffe sind für Verbraucher nur selten am Material selbst erkennbar, sondern eher durch ihre Kennzeichnungen auf der Verpackung. Oft nutzen Hersteller die Begriffe „biologisch abbaubar“ oder „aus nachwachsenden Rohstoffen“. Eine einheitliche Kennzeichnung gibt es nicht. „Dass Verpackungen aus Biokunststoffen allerdings auf dem heimischen Kompost entsorgt werden können, ist ein Trugschluss. Oft sind Kompostiertemperaturen von über 50 Grad nötig, die nur in industriellen Anlagen erzeugt werden können“, so Tina Hanke. Sowohl biobasierte als auch biologisch abbaubare Kunststoffe sollen laut Umweltbundesamt über die gelbe Tonne und nicht über den Biomüll entsorgt werden.

„Biokunststoffe dürfen nicht zum sorglosen Umgang mit Verpackungsmüll verleiten. Die bessere Alternative sind immer Mehrwegprodukte und der Verzicht auf Verpackungsmaterial, wo immer es geht“, sagt Tina Hanke.

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