Keine Chance für Corona-Kilos

Pressemitteilung vom
frisches Obst und Gemüse
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Arbeiten und Kinderbetreuen in den eigenen vier Wänden, geschlossene Fitnessstudios oder Turnhallen und weniger gemeinsame Aktivitäten: Die Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie haben den persönlichen Bewegungsradius vieler Menschen verringert. Zugleich soll täglich eine warme Mahlzeit auf den Tisch – das muss schnell gehen und der Griff zu Fertiggerichten und Fast Food scheint verführerisch. In Zeiten von Corona lauern viele Fallen, die leicht zu ein paar Kilos mehr führen können.

„Um ungesundes Essen mit „leeren“ Kalorien und Bewegungsmangel zu vermeiden, sollte man sich im Prinzip an die Regeln halten, die auch unabhängig von der Corona-Krise gelten. Da gilt es zunächst, feste Mahlzeiten einzuhalten“, sagt Julia Müller, Fachberaterin für Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Thüringen. „Auf Arbeit im Büro fällt dies durch feste Pausenzeiten leicht. Gerade im Home-Office ist es oft schwer, den nötigen Abstand von der Arbeit zu bekommen. Deswegen sind auch hier feste Pausenzeiten und Ruhe beim Essen besonders wichtig. Vermeiden sollte man unbedingt das Essen nebenbei. Dies wird schnell unkontrolliert.“

Die Ernährungsexpertin rät außerdem, die Mahlzeiten für ein paar Tage vorzuplanen. „Dadurch lassen sich bestimmte Speisen vorkochen. Der Griff zu Lieferservice, Fastfood und Fertiggericht muss nicht sein und sollte die Ausnahme bleiben.“

Bei Fertiggerichten sollten Verbraucher immer den Fett-, Zucker- und Salzgehalt im Blick behalten. Verpackte Lebensmittel tragen eine Nährwerttabelle, in der die einzelnen Nährstoffe bezogen auf 100 Gramm aufgelistet sind. Mit dieser Tabelle kann man Produkte gut miteinander vergleichen um so fett-, zucker- und salzärmere Produkte zu finden.

Obst, Gemüse und Nüsse als gesunder Snack zwischendurch

Die Hauptrolle bei einer gesunden Ernährung spielen natürlich Obst und Gemüse essen. Nicht umsonst gilt die Regel von fünf Portionen am Tag, wobei es wegen des Fruchtzuckers möglichst drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst sein sollten. Ist die Zeit zwischen den Hauptmahlzeiten zu lang, sollte man kleine Zwischenmahlzeiten einbauen. Sonst läuft man Gefahr, zu den Hauptmahlzeiten übermäßig viel zu essen. Gut geeignet sind aufgeschnittenes Obst und Gemüse, Nüsse, Reiswaffeln oder auch Knäckebrot.

Um Konzentrationsschwäche im Homeoffice zu vermeiden, den Stoffwechsel auf Trab zu halten und Durst nicht als Hungergefühl fehl zu deuten, ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Am geeignetsten sind Wasser oder ungesüßte Früchte- und Kräutertees.

„Und auch wenn die Menschen dank Corona mehr Zeit zu Hause verbringen und weniger mit Familie oder Freunden unterwegs sind: Bewegung im Freien ist ganz wichtig“, betont Julia Müller. „Sie hilft dabei, Abstand von der Arbeit zu bekommen und sich zu erholen. Die Sonne sorgt für eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung, die unter anderem für die Mineralisierung der Knochen wichtig ist.“

Fragen zu bewusster, gesunder Ernährung und zu vielen weiteren Themen aus dem Bereich Lebensmittel und Ernährung beantworten die Experten der Verbraucherzentrale jeden Dienstag von 9 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr kostenfrei unter Telefon (0361) 555 14 27 oder nach einer E-Mail an: ernaehrung@vzth.de.

Viele nützliche Tipps finden Verbraucher auch online im Forum Lebensmittel und Ernährung.

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