Unseriöse Trading-Anbieter: Großer Verlust statt schnelles Geld

Pressemitteilung vom
Jemand zeichnet mit Kreide eine Kursentwicklung auf eine Tafel
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Mit einem kleinen Startkapital das große Geschäft machen – unseriöse Handel-Plattformen locken Verbraucher mit lukrativen Anlagegeschäften und Kursspekulationen. Ihr Geld sehen die Investoren meist nicht wieder. Die Verbraucherzentrale Thüringen warnt vor dubiosen Trading-Plattformen und gibt Hinweise, was Verbraucher beachten sollten.

Sie ködern Verbraucher mit vermeintlichen Erfolgsgeschichten anderer Anleger auf Social-Media-Plattformen oder durch Lockanrufe. Ein „persönlicher Broker“ fordert Interessierte dann dazu auf, einen niedrigen dreistelligen Betrag beispielsweise in den Handel mit Devisen oder Bitcoins anzulegen. Einmal investiert, gaukeln die Broker den Verbrauchern angebliche Gewinne vor und fordern sie zu erneuten Zahlungen auf. Wollen Anleger ihren Gewinn allerdings ausgezahlt bekommen, werden sie mit Ausflüchten hingehalten oder erreichen niemanden mehr auf dem bisherigen Kontaktweg.

„Die Verbraucher werden meist erst dann misstrauisch, wenn sie auf den vermeintlichen Gewinn zugreifen wollen“, sagt Andreas Behn, Referatsleiter Versicherungen und Finanzen bei der Verbraucherzentrale Thüringen. „Betroffene warten dann vergeblich auf die Auszahlung ihres Guthabens. Oder die Broker belästigen Anleger, die aussteigen möchten, mit Telefonanrufen. Da etliche dieser Plattformen im Ausland registriert sind, haben Verbraucher kaum eine Chance, an ihr Geld zu kommen.“

Betroffenen bleibt dann nur noch, Anzeige bei Polizei oder Staatsanwaltschaft zu erstatten.

Unseriöse Trading-Anbieter erkennen

„Bevor Verbraucher Geld investieren oder eine Anlage tätigen, sollten sie sich immer umfassend informieren“, sagt Andreas Behn. „Orientierung bietet eine Beratung bei der Verbraucherzentrale Thüringen.“

Prüfen sollten Verbraucher auch, ob die Trading-Plattform ein Impressum besitzt. Ist dies nicht so oder fehlen darin Angaben zur Adresse, zum Vertretungsberechtigten, eine Email-Adresse oder die Handelsregisternummer, ist Vorsicht geboten.

Wer sich auf einer unseriösen Trading-Plattform registriert, muss meist eine Telefonnummer angeben. Anschließend wird man von einem angeblichen Broker zurückgerufen – oft über Rufnummern aus dem Ausland, die nicht zurückgerufen werden können. 

„Vor allem bei unaufgeforderten Anrufen im Zusammenhang mit Anlageangeboten sollten Verbraucher immer skeptisch sein und sich nicht auf Werbungsversuche durch Unbekannte einlassen“, betont Andreas Behn. „Im Zweifel sollte man einfach auflegen.“

Unabhängigen Rat zum Thema erhalten Verbraucher bei der Verbraucherzentrale Thüringen – persönlich in ihrer Beratungsstelle vor Ort oder am Telefon, beides nach vorheriger Terminabsprache unter Telefon (0361) 555 14-0. Zum Thema Finanzierung wird auch eine Email-Beratung unter www.vzth.de/emailberatung angeboten.

Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt auf ihrer Webseite vor unseriösen Trading-Anbietern.

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