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Viele Solarthermie-Anlagen verschenken Energie

Pressemitteilung vom
Die Frühlingssonne lacht, die Tage werden länger – ideale Bedingungen für Solarthermie. Doch viele Anlagen bleiben unter ihren Möglichkeiten und liefern weniger Energie als sie könnten. Dabei ließe sich mit einfachen Anpassungen oft deutlich mehr herausholen.
Ein Mann bringt eine Solarthermieanlage auf einem Dach an.
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In der Beratungspraxis zeigt sich immer wieder: Die Ursachen für Effizienzverluste liegen oft im Detail. Reiner Maschke, Energieberater der Verbraucherzentrale Thüringen, kennt typische Schwachstellen von Solarthermie-Anlagen: „Zu hoch eingestellte Pumpen, eine fehlerhafte Regelung oder ungünstig ausgerichtete Kollektoren können die Effizienz deutlich senken. Auch die Solarflüssigkeit altert mit der Zeit und verliert an Wirkung“, so der Experte. 

Ein häufiger Knackpunkt ist zudem der fehlende Wärmemengenzähler. Ohne ihn bleibt unklar, wie viel Energie die Anlage tatsächlich liefert. „Dann fällt oft gar nicht auf, dass die Anlage nicht effizient arbeitet“, erklärt Reiner Maschke.

Hinzu kommt: Oft wird die Wartung vernachlässigt. Gerade im Sommer bleibt das unbemerkt, weil die Heizung bei Bedarf automatisch die Warmwasserbereitung übernimmt – selbst wenn die Solaranlage eigentlich liefern könnte.

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt zum Nachjustieren

Gerade jetzt, wenn die Sonnenstunden zunehmen, sollte die Anlage effizient laufen. Schon kleine Korrekturen können die Leistung spürbar verbessern. Die Verbraucherzentrale Thüringen bietet dafür eine kostenfreie Vor-Ort-Beratung an. Dabei prüfen Energieberater:innen die Anlage direkt im Haushalt und messen die Leistungsdaten. Für eine aussagekräftige Einschätzung braucht es mindestens einen sonnigen Tag. 

Termine können unter Tel. 0800 809 802 400 vereinbart werden. Möglich wird das kostenfreie Angebot durch die Kooperation mit dem Thüringer Umweltministerium und der Landesenergieagentur ThEGA.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. 

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.