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Schlau im Alltag: Vortragsreihe der Verbraucherzentrale in Erfurt

Die Verbraucherzentrale Thüringen und das Kultur: Haus Dacheröden laden ein, sich zu aktuellen Fragen des privaten Konsums schlau zu machen. Die monatlichen Vorträge am Anger 37 (beim Angerbrunnen) beginnen jeweils um 19 Uhr. 

Die Vortragsreihe der Verbraucherzentrale in Erfurt
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Wie kann ich Plastikmüll vermeiden? Welche Zutaten stecken in Hafermilch und Veggie-Wurst - und was bedeutet das fürs Klima und die eigene Gesundheit? Was kann ich tun, um Ärger mit Handwerkern zu vermeiden? Wie verfasse ich eine Patientenverfügung oder eine Vorsorgevollmacht? Die Verbraucherzentrale Thüringen und das Kultur: Haus Dacheröden laden Verbraucherinnen und Verbraucher ein, sich zu aktuellen Fragen des privaten Konsums schlau zu machen.

Einmal im Monat sind die Verbraucherschützer in dem historischen Gebäude am Anger 37 in Erfurt zu Gast. Unmittelbar beim Angerbrunnen gelegen, wird das Kultur: Haus Dacheröden betrieben vom Verein "Erfurter Herbstlese". Es beherbergt wechselnde Ausstellungen, die vor dem Vortrag besucht werden können. Außerdem geöffnet ist die Café-Bar des Hauses. 

Die Themen der neuen, gemeinsamen Vortragsreihe "Schlau im Alltag" spiegeln das breite Angebot an Information und Beratung der Verbraucherzentrale Thüringen.

Einlass: 18 Uhr
Beginn: 19 Uhr
Eintritt: frei
Anmeldung: nicht nötig (die Anzahl der Plätze ist begrenzt)

20. Januar – Leben ohne Plastik: Was im Alltag möglich ist

Eine Kreditkarte pro Woche – so viel Gramm an Mikroplastik nimmt der Mensch durchschnittlich über Nahrung, Getränke und sogar über die Luft auf. Dieser Vergleich schockierte im Jahr 2019. Nicht erst seitdem versuchen viele Verbraucher, Plastik im Alltag zu reduzieren. Ramona Ballod von der Verbraucherzentrale Thüringen zeigt in ihrem Vortrag, wie das gut gelingen kann. Die Expertin gibt einen Überblick über die Plastikarten, die uns täglich umgeben und erläutert relevante Unterschiede. So gefährdet es beispielsweise die Gesundheit, Speisen regelmäßig im falschen Plastebecher in der Mikrowelle zu erhitzen. Probleme wie Mikroplastik im Mineralwasser oder der Abrieb von Outdoor-Bekleidung beim Waschen werden an dem Abend unter die Lupe genommen. Die Zuhörer erhalten Plastik-Alternativen in die Hand und erfahren, bei welchen es sich um „echte“ Alternativen handelt.

Ramona Ballod leitet das Referat Energie, Bauen und Nachhaltigkeit bei der Verbraucherzentrale.

17. Februar – Hafermilch und Veggie-Wurst: Wie gesund und klimafreundlich sind pflanzliche Ersatzprodukte?

Mehrmals pro Woche Fleisch zu essen, ist nicht gut – weder für unsere Gesundheit noch fürs Klima. Deshalb greifen heutzutage nicht nur Vegetarier und Veganer zu pflanzlichen Ersatzprodukten für Steak, Salami oder Leberwurst. Nahezu überall stehen neben Joghurt und Milch Alternativen aus Soja, Mandeln oder Hafer im Supermarktregal. In ihrem Vortrag nimmt Luise Hoffmann von der Verbraucherzentrale Thüringen das Angebot an Veggie-Lebensmitteln genauer unter die Lupe. Die Fachfrau für Lebensmittel und Ernährung erläutert Unterschiede zwischen den tierischen Originalen und den pflanzlichen Alternativen: Woraus setzen sich die Veggie-Varianten zusammen? Wie gesund und klimafreundlich sind sie wirklich? Den Vortrag ergänzen praktische Tipps, denn Veggie-Buletten lassen sich einfach selbst herstellen und ein Kuchen kann auch ohne Ei gelingen.

16. März – Ärger mit Handwerkern: Fehler vermeiden, Rechte kennen

Ob Großprojekt oder „kleine“ Baustelle: Ärger mit Handwerkern ist ein Albtraum für alle, die zu Hause sanieren. Wie Verbraucher Probleme von Anfang an vermeiden und was zu tun ist, wenn es doch dazu kommt, erläutert Ralf Reichertz von der Verbraucherzentrale Thüringen. Der Jurist gibt Tipps, was vor Vertragsschluss zu beachten ist. Denn ein gut durchdachter Vertrag schafft Rechtssicherheit und schließt viele Quellen für späteren Ärger aus. Vom Kostenvoranschlag, über zu setzende Fristen, Gewährleistung, Selbstvornahme oder Abnahme – Ralf Reichertz stellt an diesem Abend die Rechte dar, die Verbraucher bei Handwerkerleistungen haben und besser auch kennen sollten.

20. April - Heute selbst entscheiden: Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht verfassen

Künstliche Ernährung? Schmerzmittel? Wiederbeleben bei Kreislaufversagen? Manche Fragen sollte man sich beantworten, bevor der Ernstfall eintritt. Sonst entscheiden andere. Das gilt auch für junge Menschen. Zwei Dokumente sind dabei wichtig: Die Patientenverfügung legt medizinische Maßnahmen fest, die von Ärzten ausgeführt oder unterlassen werden sollen. Mit einer Vorsorgevollmacht bestimmt der Verfasser, wer ihn rechtlich vertreten darf, beispielsweise bei Bank- und Behördenangelegenheiten. Dirk Weinsheimer von der Verbraucherzentrale Thüringen erläutert, wie man beide Dokumente verfasst. Der Jurist räumt außerdem mit gängigen falschen Annahmen auf, beispielsweise was die Entscheidungsgewalt der Familie oder den Gang zum Notar angeht.

18. Mai - Klima und Lebensmittel: Mit kleinen Entscheidungen Großes bewirken

Hätten Sie gewusst, dass eine Gemüsesuppe mit Rindfleisch in ihrer Herstellung zehnmal mehr Kohlendioxid-Ausstoß verursacht als eine vegetarische Suppe? Oder, dass ein Kilogramm Tomaten aus dem Treibhaus mit 9300 Gramm Kohlendioxid zu Buche schlägt, während es im saisonalen Anbau nur 85 Gramm sind, im saisonalen Öko-Anbau sogar nur 35 Gramm? Die Mehrheit der Deutschen zeigt sich besorgt über den Klimawandel. Staatliche Rahmenbedingungen sind notwendig. Doch schon jetzt kann man als Einzelner vorausgehen und CO² vermeiden, auch beim Essen. Oft wird das unterschätzt. Petra Müller von der Verbraucherzentrale Thüringen gibt praktische Tipps für den Einkauf und für zu Hause. Sie zeigt, wie man regionale Lebensmittel sicher erkennt und, dass frische und reif geerntete saisonale Produkte zusätzlich zu den Umweltaspekten auch gesundheitliche Vorteile haben.

Petra Müller leitet bei der Verbraucherzentrale Thüringen das Referat Lebensmittel und Ernährung.

15. Juni - Energiewende selber machen: Tipps für Mieter und Hauseigentümer

Ist die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach oder auf dem Balkon besser platziert? Woran muss ich denken, wenn ich auf Elektromobilität umsteigen will? Mit welchen Maßnahmen kann ich meine vier Wände klimafit machen? Wer privat als Mieter oder Hauseigentümer für das Klima aktiv werden möchte, steht vor einigen Fragen. Ramona Ballod von der Verbraucherzentrale zeigt Chancen rund um Strom und Wärme auf und geht auf Knackpunkte und Folgen möglicher falscher Entscheidungen ein. Das ist bei der Auswahl eines neuen Kühlschranks genauso wichtig wie bei der Planung einer Wärmepumpenheizung. Nur wer gut informiert ist, kann zudem dem sogenannten „Greenwashing“ begegnen, also dem falschen Versprechen vieler Anbieter in Bezug auf die Energie- und Klimabilanz ihrer Produkte.

Ramona Ballod leitet das Referat Energie, Bauen und Nachhaltigkeit bei der Verbraucherzentrale.

Weitere Termine in 2020 folgen.