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Und plötzlich ist das Geld weg: So wehren Sie sich gegen Betrug

Pressemitteilung vom
Plötzliche Abbuchungen durch unbekannte Online-Dienste oder dubiose Lastschriften – immer häufiger sehen sich Bankkund:innen in Thüringen mit nicht autorisierten Kontobewegungen konfrontiert. Die Verbraucherzentrale warnt: Oft steckt hinter solchen Buchungen ein systematischer Betrugsversuch. Wichtig ist jetzt vor allem besonnenes, aber schnelles Handeln.
Kontoauszüge
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Betrugsmaschen werden raffinierter

„Verbraucherinnen und Verbraucher berichten uns immer häufiger von betrügerischen Abbuchungen von ihrem Konto”, sagt Andreas Behn, Referatsleiter Finanzen und Versicherungen bei der Verbraucherzentrale Thüringen. „Meist geht es um höhere zweistellige Beträge, manchmal bis zu fünf Abbuchungen innerhalb kurzer Zeit. Das Tückische: Weil es sich um kleinere Beträge handelt, merken Betroffene den Verlust oft zunächst nicht. Erst ein genauer Blick in die Umsätze offenbart dann Kontobewegungen, die sich nicht zuordnen lassen.”

An die Kontodaten kommen die Betrüger auf verschiedenen Wegen, beispielsweise über Datenklau durch Phishing, Spamanrufe oder Kontaktversuche per WhatsApp. Gerade ältere Menschen seien betroffen, da ihre Kontaktdaten häufig noch in Telefonbüchern stehen. „Wenn dann telefonisch noch die Bankverbindung erfragt wird, kommt es schnell zu unautorisierten Abbuchungen“, berichtet Behn.

Das sollten Betroffene sofort unternehmen

  • Beweise sichern: Ob ausgedruckt oder digital – halten Sie für den Kontakt mit Ihrer Bank die Kontoauszüge bereit, auf denen die illegalen Buchungen zu sehen sind. Sichern Sie grundsätzlich Ihre Kontoauszüge vom Online-Banking immer auch separat auf dem PC.
  • Bank informieren: Melden Sie die unberechtigte Abbuchung umgehend bei Ihrer Bank, idealerweise schriftlich per E-Mail oder Einschreiben, damit Sie einen Nachweis haben. Bei Lastschriften ist eine Rückbuchung in der Regel acht Wochen lang ohne Angabe von Gründen möglich – bei unautorisierten Abbuchungen sogar bis zu 13 Monate lang. Fordern Sie eine schriftliche Bestätigung der Meldung und der durchgeführten Sperrung an. Die Verbraucherzentrale stellt dazu auf ihrer Webseite einen kostenlosen Musterbrief bereit.
  • Anzeige erstatten (falls Verdacht auf Betrug besteht): Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei – entweder vor Ort oder über die Onlinewache Ihres Bundeslandes. Eine Übersicht finden Sie hier: polizei.de. Notieren Sie das Aktenzeichen und teilen Sie es Ihrer Bank mit – dies kann bei der Rückbuchung hilfreich sein.

Wachsamkeit ist der beste Schutz

Damit es gar nicht erst zu ungewollten Abbuchungen kommt, hilft es, regelmäßig Kontoumsätze zu kontrollieren – mindestens einmal monatlich. Sensible Kontodaten wie IBAN-Nummern, PINs oder TANs sollten niemals per E-Mail oder am Telefon weitergegeben werden.

Wer unsicher ist, ob eine unerlaubte Abbuchung vorliegt oder Fragen zum weiteren Vorgehen hat, kann sich von den Expert:innen der Verbraucherzentrale beraten lassen. Ein individueller Termin kann online oder unter Tel. 0361 555 14 0 gebucht werden.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.