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Service für Journalistinnen und Journalisten

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Thüringen

17.11.2009
Wärmepumpen – Angebote auf dem Prüfstand
Schätzkosten der Anbieter liegen unter den tatsächlichen Marktkosten

Die tatsächlichen Kosten für Wärmepumpenanlagen liegen höher, als die typischen, anbieterseitigen Zahlen vermuten lassen. Zu diesem Schluss kommen die Verbraucherzentralen nach einer Untersuchung von Angeboten verschiedener Fachunternehmen. Je nach Wärmepumpensystem liegen die Kosten im Durchschnitt 2.000 Euro bis 7.000 Euro über den pauschal angegebenen Marktpreisen. Diese Mehrkosten sollten Verbraucher bei ihrer Entscheidung für eine neue Heizung berücksichtigen.

Die Energieexperten nahmen über 50 Angebote von Fachunternehmen unter die Lupe. Enthalten waren Angebote für Erdreich-Wasser- Wärmepumpen und Luft-Wasser-Wärmepumpen. Die Angebote für Luft-Wärmepumpen beliefen sich durchschnittlich auf 17.000 Euro und lagen damit um rund 2.000 Euro höher als von der Branche angegeben. Bei Erdreich-Wasser-Wärmepumpen wiesen die geprüften Angebote mit 7.000 Euro eine noch höhere Differenz auf. Die Angebote zu Erdreich-Wasser-Wärmepumpen ergaben einen durchschnittlichen Preis von 25.000 Euro. Häufig sind wichtige Positionen in den Angeboten nicht enthalten. Dazu gehören zum Beispiel Wärmemengenzähler, Erdarbeiten oder wasserrechtliche und geologische Gutachten. Solche Kosten können sich durchaus auf 3.000 bis 4.000 Euro belaufen.
Seit einigen Jahren liegen Wärmepumpen zur Beheizung von Wohngebäuden im Trend und sie werden von Anbietern und Stromversorgern stark beworben. Sie können in vielen Fällen eine Alternative zu den klassischen Wärmeerzeugern darstellen – wenn die passenden Voraussetzungen im Gebäude und auf dem Grundstück gegeben sind. Verbraucher sollten Angebote von einem unabhängigen Energieberater prüfen lassen, um sich vor Fehlinvestitionen zu schützen. Denn neben der Effizienz der Anlage bestimmen die Investitionen die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe. Deutliche höhere Investitionskosten für ein solches System im Vergleich zu konventionellen Öl- oder Gasheizungen machen sich letztendlich nur bezahlt, wenn dies durch Einsparungen bei den Heizkosten über die Jahre wieder kompensiert werden kann und wenn sich diese Mehrkosten in Grenzen halten. In der Praxis halten offenbar Wärmepumpen nicht immer, was bezüglich der Investitionskosten und der Effizienz vor Vertragsabschluss versprochen wurde.
Über technische Einzelheiten und weitere Energiesparmaßnahmen informieren die Energieberater der Verbraucherzentrale Thüringen nach Voranmeldung in einem persönlichen Gespräch. Termine können unter den Telefonnummern 09001 3637443 (0,14 EUR/Min. aus dem deutschen Festnetz, abweichende Preise für Mobilfunkteilnehmer) oder 0361 55514-0 vereinbart werden. Eine Übersicht über alle Beratungsstellen gibt es auch im Internet unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

Für Rückfragen und nähere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Ramona Siefke
Tel. 0361 55514-0
r.siefke@vzth.de
www.verbraucherzentrale-energieberatung.de



Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Thüringen e.V.,Eugen-Richter-Straße 45, 99085 Erfurt
Sie finden es im Internet unter: http://194.245.141.86/link642271A.html