Die Zinsen für Baudarlehen befinden sich auf einem äußerst günstigen Niveau. Darlehensnehmer, deren Zinsbindung in nächster Zeit endet, können hiervon erheblich profitieren. Baufinanzierungsberater Eckehard Balke rät, auslaufende Kredite nicht einfach bei der Hausbank zu verlängern ohne zuvor günstigere Konditionen auszuhandeln. Bietet die Hausbank keine attraktiven Konditionen an, sollte man einen Wechsel zu einer anderen Bank nicht scheuen. Wer etwa einen 0,5% höheren Zins zahlt, hat beim aktuellen Zinsniveau bei gleicher Ratenbelastung und 100.000 € Finanzierungssumme nach zehn Jahren immerhin noch knapp 6.000 € mehr Schulden als bei einem günstigeren Kredit, so der Experte. Die Kosten für den Wechsel halten sich in Grenzen: Für die Abtretung der Grundschuld fallen je nach Finanzierungsvolumen etwa 200 bis 500 € Gebühren an.
Momentan günstige Baudarlehen kann man sich für die kommenden Jahre auch mit einem Forward-Darlehen - auch Vorrats-Darlehen - genannt, sichern. Ein Forward-Darlehen schließt man heute ab, nimmt es aber erst zu einem späteren Zeitpunkt in Anspruch. Es gelten dann die Konditionen, die heute vereinbart werden, unabhängig von der Entwicklung des Zinsniveaus. Gegenwärtig gibt es zum Teil Forward-Angebote ohne Zinsaufschlag. „Es ist eine seltene Gelegenheit, dass Finanzierungskunden jetzt bis zu fünf Jahre im Voraus Zinssicherheit zum Nulltarif erlangen können“, so Balke.
Die Verbraucherzentrale Thüringen bietet im Rahmen ihrer Baufinanzierungsberatung weitergehende Informationen zu dieser Problematik an.
Terminvereinbarungen zu diesem Beratungsangebot sind möglich unter der Tel. Nr. 0361/ 555140.
Für weitere Informationen:
Eckehard Balke, Baufinanzierungsberater
Tel. (03631) 982219
e.balke@vzth.de
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