Direkt zum Inhalt
  • Seite drucken
  • Seite empfehlen
  • Warenkorb
  • Fragen zum Auftritt?
  • Tipps zur Schriftgrößenänderung

Beratungsstellen

Service für Journalistinnen und Journalisten

Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Thüringen

17.07.2008
Jahresbilanz 2007
Verbraucherzentrale Thüringen meistert mit mehr als 36.000 Beratungen finanziell schweres und arbeitsreiches Jahr

Für die Verbraucherzentrale Thüringen e.V. war 2007 ein äußerst bewegtes und arbeitsreiches Jahr. Mehr als 36.000 Verbraucherinnen und Verbraucher fragten 2007 bei der Verbraucherzentrale Thüringen in 13 Beratungsstellen und weiteren 10 Energieberatungs-Stützpunkten um Rat oder informierten sich. Bei Aktionstagen, Vorträgen und mit dem Infomobil kam die Verbraucherzentrale Thüringen darüber hinaus mit fast 24.000 Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Die Leistungspalette umfasst neben Rechtsberatung auch Spezialberatungen, Projekte und Aktionen zu Geld und Versicherungen, Energiefragen, Bauen und Wohnen, Baufinanzierung, Ernährung und Gesundheit.

„Neben „klassischen“ Themen, wie Kaufverträgen, Reklamationen, Abzocke bei Partnervermittlung und Schlüsseldiensten, prägten die Beratung vor allem Beschwerden über unerlaubte Anrufe, Probleme mit Festnetz- und Mobilfunkanbietern, dubiose Internetangebote und Vertragsfallen im Internet“, bilanziert Dr. Ralph Walther, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Thüringen e.V. „Im zweiten Halbjahr 2007 begannen zudem die Probleme mit den steigenden Preisen z.B. für Energie, Lebensmittel und Benzin, die sich seitdem erheblich verstärkten.

Neben vorrangig jüngeren Erwachsenen entdeckten die Anbieter im Telekommunikationsbereich verstärkt Senioren als neue Zielgruppe. Geködert wurden die Leute mit vermeintlich kostenlosen oder günstigen Angeboten sowie Schein-Gewinnchancen. Wer nicht freiwillig zahlte, musste mit drastisch formulierten Mahnschreiben rechnen. Besuchte man eine der 13 Beratungsstellen im Freistaat, konnte oft der Eindruck entstehen, in einer „Reklamationsabteilung der Telekommunikationsbranche“ gelandet zu sein. „Es zeichnet sich schon jetzt ab, dass dieser Bereich auch künftig zu den Top-Beratungsthemen der Verbraucherzentrale gehören wird“, prophezeit Geschäftsführer Dr. Ralph Walther. Als zukünftige Schwerpunkte erwarten die Verbraucherschützer außerdem u.a. Auseinandersetzungen ums Urheberrecht, Datenschutzprobleme (z.B. in Zusammenhang mit Sozialen Netzwerken, Profildiebstahl oder mit dem Ausbau der RFID-Technik), Verbraucher und Klimaschutz sowie die Veränderungen in der Krankenversicherung (Stichwort: Gesundheitsfonds).

Strom und Gas sind seit etlichen Jahren ein Dauerbrenner und werden es auch bleiben. Angesichts steigender Strompreise zeigten immer mehr Verbraucher auch in Thüringen die Bereitschaft, teuren Tarifen den Rücken zu kehren. „Strom. Jetzt wechseln. Jetzt sparen.“- so lautete das Motto einer bundesweiten Kampagne der Verbraucherzentralen, deren Anliegen es war, Ratsuchende über Wechselmodalitäten zu informieren. In der persönlichen Energieberatung gab es vor allem Hilfestellung für den Angebots- und Preisvergleich sowie Aufklärung über Fußangeln in Stromlieferverträgen.

Im Kampf gegen überhöhte Gaspreise stand die Verbraucherzentrale Thüringen voll auf der Seite der Verbraucher. Allerdings gab es hier kaum Alternativen zu den örtlichen Versorgern, deren Preiserhöhungen sich nicht wenige Gaskunden dauerhaft verweigerten. Die Verbraucherzentrale Thüringen verhandelte mit Energieversorgern, mahnte etliche ab und setzte sich auch gerichtlich mit ihnen auseinander.
Nicht verwunderlich ist deshalb, dass die Zahl der Beratungen im Jahr 2007 insgesamt um fast 30% anstieg. An diesem Wachstum hatten die Energiefragen einen hohen Anteil. Entgegen der Tendenz in den letzten Jahren wuchs vor allem die persönliche Beratung vor Ort, weniger stark die Telefonberatung und die Internetanfragen. Angesichts der einschneidenden Kürzungen im Doppelhaushalt 2006/2007 konnte der deutlich höhere Beratungsbedarf der Thüringer Verbraucher allerdings nicht in allen Beratungsbereichen und oft nur mit langen Wartezeiten befriedigt werden. Für die Mitarbeiter bedeutete dies in erster Linie Lohnverzicht und unbezahlte Mehrarbeit.

„Verbraucherschutz gibt es nicht zum Spartarif“, mahnt Geschäftsführer Dr. Ralph Walther mit Blick auf die kommenden Jahre. Verbraucherschutz und anbieterunabhängige kompetente Verbraucherarbeit ist eine wichtige Aufgabe, die nur mit Planungssicherheit und qualifiziertem Personal zu schultern ist. Sowohl der Freistaat Thüringen als auch der einzelne Bürger profitieren davon in erheblichem Maße.

Den kompletten Jahresbericht können Sie in der Anlage als pdf-Dokument einsehen und herunterladen.

Für weitere Informationen:

Dr. Ralph Walther, Geschäftsführer Verbraucherzentrale Thüringen e.V.
Tel. 0361/555140
r.walther@vzth.de



Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.

TitelDok.-TypGröße
Jahresbericht_2007_InternetJahresbericht_2007_Internet.pdf PDF1.40 MB


Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Thüringen e.V.,Eugen-Richter-Straße 45, 99085 Erfurt
Sie finden es im Internet unter: http://194.245.141.86/link457751A.html