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Risikobewertung

Die Wirkung von Pestiziden auf die Gesundheit

Pflanzenschutzmittel können die Gesundheit des Menschen bei direktem Kontakt beeinträchtigen. Die Wirkung auf die menschliche Gesundheit hängt von verschiedenen Faktoren ab: unter anderem von der aufgenommenen Dosis, der Giftigkeit des Präparates, der Art und Weise des Kontaktes (über die Atmung, über die Haut oder über die Nahrung), der Empfindlichkeit der Person u. a..

Vergiftungserscheinungen bis hin zu Todesfällen im Zusammenhang mit Pflanzenschutzmitteln sind vor allem aus Entwicklungsländern bekannt. Dort sterben jährlich mehrere Tausend Menschen an den Folgen des Pestizideinsatzes, insbesondere Kinder. Außerdem werden viele akut hochgiftige Pestizide eingesetzt, die in Europa nicht mehr zugelassen sind, wie zum Beispiel das bekannte E 605 (Wirkstoff Parathion-ethyl), Link öffnet in neuem FensterEndosulfan oder Paraquat In Link öffnet in neuem FensterDeutschland und Europa gelten strenge Vorschriften für den Link öffnet in neuem FensterArbeitsschutz beim Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln.

Seit einigen Jahren gibt es jedoch verstärkt Hinweise darauf, dass Anwender von Pestiziden auch in Industrieländern ein erhöhtes Risiko tragen, an chronischen Leiden wie etwa Krebs und Link öffnet in neuem FensterParkinson zu erkranken.

Verbraucher in Deutschland nehmen mit der Nahrung nur sehr geringe Mengen an Pflanzenschutzmittelrückständen auf. Pflanzenschutzmittelrückstände sind wiederum nur ein Teil der Umweltchemikalien und sonstigen Belastungen, denen Menschen im täglichen Leben ausgesetzt sind. Aufgrund der Vielzahl von Einflussfaktoren und den ungezählten Kombinationsmöglichkeiten zwischen diesen Einflüssen ist es kaum möglich, einen direkten Zusammenhang zwischen dem gesundheitlichen Befinden und der Aufnahme an Pflanzenschutzmittelrückständen herzustellen.

Im Rahmen der Risikobewertung bei der Zulassung von Wirkstoffen und Pflanzenschutzmitteln werden auf Grundlage von Tierversuchen die möglichen gesundheitlichen Gefährdungen abgeschätzt und bewertet. Unterschieden wird zwischen der lebenslangen Belastung mit geringen Mengen und der kurzzeitigen Aufnahme großer Mengen. Diese Bewertungen fließen in die Festsetzung der Rückstandshöchstgehalte von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln ein. Entsprechend dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch müssen Lebensmittel sicher und gesundheitlich unbedenklich sein; diese Forderung soll mit Hilfe der Risikobewertung erfüllt werden.
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Dieses Dokument ist aus dem Internet-Auftritt der
Verbraucherzentrale Thüringen e.V.,Eugen-Richter-Straße 45, 99085 Erfurt
Sie finden es im Internet unter: http://www.vz-th.de/link386471A.html