Zuschuss von der Pflegeversicherung
Wer den Wohnraum seinen Bedürfnissen anpassen möchte und nicht weiß, wie er das anstellen soll, kann eine Wohnberatungsstelle aufsuchen. Die Wohnberatung hilft auch, Wohnungen für Menschen mit Demenz sicherer und übersichtlicher zu gestalten. Die Wohnberater erarbeiten nicht nur konkrete Lösungsvorschläge; sie informieren auch darüber, wie solch ein Umbau finanziert werden kann, denn in manchen Fällen winken sogar Zuschüsse. Pflegebedürftige, die Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, können bei ihrer Pflegekasse einen Antrag auf einen Zuschuss für eine Verbesserung des Wohnumfelds stellen. Die Pflegeversicherung übernimmt abhängig vom Einkommen Kosten von bis zu 2.557 Euro. Verschiedene Baudarlehen
Neben den Zuschüssen der Pflegekasse können schwerbehinderte Menschen unterschiedliche Baudarlehen beantragen.
Eine Möglichkeit bietet sich für Eigentümer oder Mieter per Kredit aus dem Programm
"Altersgerecht umbauen – Programm 159" der KfW Förderbank. Mit diesem Programm werden Modernisierungen im Wohnungsbestand finanziert, die Barrieren verringern. Die Förderung gibt es auch für den Erwerb frisch umgerüsteter Wohngebäude, bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit. Der Kredit wird über die Hausbank des Antragstellers abgewickelt. Empfehlenswert ist die Kombination mit den KfW-Förderprogrammen "Energieeffizient Sanieren". Gewährt wird entweder ein Investitionszuschuss oder ein Kredit - für
Einzelsanierungen Programm 152) oder einen
Komplettumbau (Programm 151). Wer ein Wohngebäude zur Eigennutzung kauft, erhält weitere Förderungen. Menschen mit einer Behinderung können auch über die so genannte "Eingliederungshilfe" Mittel beantragen, die der Beschaffung, Ausstattung und Erhaltung einer Wohnung, angepasst an die Bedürfnisse des Bewohners, dienen. Diese Förderung ist einkommens- und vermögensabhängig. Auskunft gibt der örtliche Sozialhilfeträger.
Wohnberatungsstellen begleiten die Umsetzung des Vorhabens, prüfen Kostenvoranschläge und helfen bei möglichen Problemen mit Vermietern oder Kostenträgern. Weitere Informationen zur Wohnungsanpassung und eine Liste von Beratungsstellen in Deutschland finden Sie hier.

